Predigten


Gott sucht Erntearbeiter

Jes. 42.22 "Es ist ein beraubtes und geplündertes Volk. Sie sind alle gebunden in Gefängnissen und verschlossen in Kerkern. Sie sind zur Beute geworden, und es ist kein Helfer da. Sie sind geplündert und es ist niemand da, der sagt: Gib wieder her! Wer ist unter euch, der das zu Ohren nimmt, der aufmerkt und es hört für künftige Zeiten?

Ist das nicht der Zustand unseres Volkes? Sehen wir nicht überall Menschen die beraubt, geplündert, gefangen sind und zu Grunde gehen an der Härte des Lebens? Der Drogensüchtige, die Prostituierte, der Kriminelle, der Satanist, der Selbstmörder, der karrieresüchtige Typ mit allem Luxus und einer zerbrochenen Ehe.

Schlussendlich muss jeder, der ehrlich genug ist, sich mit dieser Bibelstelle identifizieren. Dies ist das Schicksal der Menschen, die sich für fähig halten, ihr Leben ohne Gottes Führung zu gestalten ...Können wir Gott dafür anklagen? Nein, wir haben einen freien Willen. Die Suppe haben wir uns selbst eingebrockt. Aber inmitten des Chaos besteht das Angebot Gottes: "Lass Jesus Deine Suppe auslöffeln! Lass mich Dein Leben führen! Ich zeige Dir, wie ich mir das gedacht habe. Ich gebe Dir die Fülle des Lebens." Menschen, die dieses Angebot annehmen, erleben Erlösung aus einem sinnlosen Dasein.

Es ist tragisch, dass so viele Christen diesen Sachverhalt kennen, es aber verpassen, ihrer Lebensaufgabe nachzukommen. Denn Christus hat uns Christen dazu bestimmt, der Not unserer Mitmenschen mit dem Evangelium zu begegnen. Leider ist auch die Aussage in den Versen 19+20 eine Tatsache, die auf uns Christen zutrifft: "Wer ist so blind wie mein Knecht, und wer ist so taub wie mein Bote, den ich senden will?... Du sahst wohl viel, aber du hast's nicht beachtet; deine Ohren waren offen, aber du hast nicht gehört."

Ich glaube etwas von diesem Schmerz zu empfinden, den Gott verspürt, wenn er diese Worte aussprechen muss. Gott liebt den Fixer, aber er findet keinen, der hingeht und ihm das sagt. Gott liebt den Nachbarn, der sich nach aussen glücklich gibt, aber innerlich verzweifelt an der Sinnlosigkeit des Lebens. Gott sucht jemanden, der diesem Menschen, der bereits mit Selbstmordgedanken spielt, den Sinn des Lebens zeigt.

Muss Gott zusehen, wie ein Mensch, den er liebt, verloren geht? Oder gehst Du hin und sagst es ihm? Einer meiner Freunde starb an einer Überdosis Heroin, ein anderer machte Selbstmord. Hätte ich sie vor diesem Schicksal bewahren können?

Wir Christen sehen die Not unserer Mitmenschen. Wie können wir uns noch länger blind stellen? Lasst uns Gott darum bitten, dass wir mit seinen Augen sehen; und nicht nur sehen, sondern auch empfinden, wie er empfindet. Die Not unserer Mitmenschen soll zu unserer Not werden.

Auch da wollen wir Jesu Beispiel folgen. "Als er aber die Volksmenge sah, wurde er innerlich bewegt über sie, weil sie erschöpft und verschmachtet waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Dann spricht er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist zwar gross, der Arbeiter aber sind wenige." (Mt. 9.36+37)

Gott sucht Erntearbeiter. Bist du bereit Jesus nachzufolgen? Wir tragen die Verantwortung für all die Menschen, die Gott durch uns erreichen möchte. (Hes. 33,7-9)

Reagierst Du wie der Prophet Jesaja? "Und ich hörte die Stimme des Herrn, der sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? Ich aber sprach: Hier bin ich, sende mich!"

Tom