Eine neue Generation von Fürbittern


Im Folgenden eine Zusammenfassung der Botschaft von Tommy Tenney über Königin Ester.

Ester war zuerst nur eine von vielen, die ein Treffen mit dem König hatten. Doch gerade sie wurde zur Königin gewählt.

In dem langen Prozess, den sie auf dem Weg von der Bauerntochter zur Königin durchlief, gibt es einige interessante Dinge zu beachten.

Die Vorbereitungen für das erste Treffen mit dem König dauerten ein ganzes Jahr! (Ester 2,12) Nachdem sie ein Jahr lang geradezu in Öl gebadet hatte, konnte man sie schon von weitem riechen, nichts mehr erinnerte an die Düfte der Farm und der Felder, sie roch nach Palast.

Jeder von uns möchte gerne gesalbt sein und oft meinen wir, die Salbung sei da, damit wir uns besser fühlen und die Leute uns sehen. Die wahre Bedeutung der Salbung ist es, uns für die Gegenwart des Königs vorzubereiten. Es ist nur ein Nebenprodukt, dass du auch für die Leute gut riechst, wenn du dich für den König bereitest. Wenn du anbetest und die Salbung kommt, bereitet er dich auf seine Gegenwart vor.

Ester verbrachte viele Tage damit, sich auf das Treffen mit dem König vorzubereiten. Sie lernte das Hofprotokoll, sie lernte richtig zu gehen, sich richtig zu verhalten und angemessen zu sprechen.

Gott will uns vorbereiten, dass wir uns in seiner Gegenwart würdig zu verhalten wissen und ihm ein Gegenüber sein können.

Als das erste Treffen mit dem König bevorstand, hätte Ester wie alle andern ihre Kleider nach Herzenslust und Laune auswählen können. Doch sie ging stattdessen zum Kämmerer des Königs und bat ihn zu wählen, was sie tragen sollte. „Es geht doch gar nicht darum, was mir gefällt, es geht um die Vorlieben des Königs und darum, was ihm gefällt. Sag mir, was ihm gefällt.“ Bestimmt hat der Kämmerer aufgehorcht, als Ester ihm diese Frage stellte. Er hat gemerkt, dass sie nicht so sehr am Königreich interessiert war, sondern vielmehr am König.

Es sind viel mehr Menschen an der Gemeinde interessiert, als dass sie am König interessiert sind.
Viele suchen mehr die Erweckung als den Erwecker, mehr Gottes Hände als Gottes Angesicht. Das scheint nur ein kleiner Unterschied zu sein, doch schlussendlich wurde Ester die Auserwählte. Gott ist nicht an Menschen interessiert, die sich in die Kirche verliebt haben. Er ist an solchen interessiert, die sich in IHN verliebt haben und die, weil sie ihn lieben, auch die Gemeinde lieben.

Als Ester den Thronraum betrat, war sie mit den Lieblingsfarben des Königs bekleidet, sie sah wunderschön aus, sie roch wunderbar und der König verliebte sich in sie, denn sie verstand, wie man sich in seiner Gegenwart verhält. Wie konnte Ester das wissen?! Sie fragte!!

Die Bibel sagt dir, welches deines Königs Lieblingsfarbe ist, was ihm gefällt, so dass du mit diesen Dingen bekleidet bist, wenn du in seine Gegenwart kommst.
Jeder stellt gerne Propheten, die die Geheimnisse der menschlichen Herzen offenbaren können auf ein Podest. Doch wo sind die Propheten, die uns die Geheimnisse von Gottes Herzen offenbaren können? Wenn du die Herzen der Menschen bewegen kannst, hast du noch nicht viel vollbracht. Wenn du aber das Herz Gottes bewegen kannst, kannst du die ganze Geschichtsschreibung verändern!

Lass mich dies noch einmal anders erklären:

Es kam bei Ester eine Zeit, wo sich ihr ganzes Volk in Gefahr befand, da alle Juden umgebracht werden sollten. Mordechai, Esters Onkel, kam zu ihr und sagte (s. Kap. 4,14ff): ‚Und wer weiss, ob du nicht gerade um dieser Zeit willen zur königlichen Würde gelangt bist? Um dieser Not willen bist du zur Königin auserwählt worden. Das ist Gottes Willen für dein Leben. Du bist die Einzige, die Zugang zum Herzen des Königs hat ‘.

Wir brauchen Menschen, die gelernt haben, mit dem König vertrauten Umgang zu haben, die das Herz des Königs bewegen können!

Wunderbar, wenn du predigen und singen kannst, dass es den Menschen warm ums Herz wird. Aber wo sind diejenigen, die wenn sie mit Gott sprechen, sein Herz berühren?

Als Ester gesagt wurde, dass sie beim König um Gnade für ihr Volk bitten müsse, war ihr klar, dass dies eine gute Vorbereitung brauchen würde. Zusammen mit dem Volk fastete und betete sie drei Tage. Aber als sie den Thronraum des Königs betrat, wusste sie auch, mit welcher Farbe sie sich kleiden musste. Sie kannte des Königs Lieblingsfarbe, wusste welches Kleid ihm gefiel und wie man sich seine Gunst erwarb. Sie hatte das Protokoll gelernt und wusste sich angemessen im Palast zu verhalten. So kam sie in seine Gegenwart und er begann mit ihr zu sprechen.

Wo sind die unter uns, die gelernt haben, in Seine Gegenwart zu kommen, so dass sich ihnen Sein Ohr zuneigt und Sein Herz sich bewegt? Wir brauchen Menschen, die so beten können, dass sich der Himmel über uns öffnet. Das Reich der Finsternis wird nicht bedroht durch Menschen, die nur die Herzen von Menschen bewegen können. Aber das Reich der Finsternis ist bedroht durch Menschen, die das Herz Gottes bewegen können.

Ester hatte gelernt, wie man das Herz des Königs bewegt. Als er ihr das Zepter entgegenhält und sie fragt was sie möchte, sagte sie aber nur: ‚Komm zu mir zum Abendessen und bring deinen Freund Haman mit‘. Stell dir vor, der König fragt: ‚was willst du?!‘ Sie hatte sich lange darauf vorbereitet, ihn um eine grosse Gunst zu bitten und sagt dann doch nur: ‚nichts, ausser, dass du zu mir zum Dinner kommst‘. Sie wusste, dass er noch gar nicht bereit war die grosse Frage zu hören. Am Ende des Banketts fragt der König ein zweites Mal: ‚Was willst du?‘ ‚Nichts, komm nur morgen noch einmal zum Dinner zu mir und bring Haman mit.‘

Manchmal rennen wir in die Kirche, schmeissen unsere Anliegen in die Richtung Gottes und benehmen uns wie undankbare Kinder, die nach den Händen des Königs greifen.
Wir müssen lernen, wie wir in die Gegenwart des Königs eintreten und unsere Bitten aus einer Position der Intimität einer persönlichen Beziehung zu formulieren, anstatt sie aus dem Vorhof in den Palast hinein zu schreien. Man kann nicht einfach reinrennen, auf eine Bibelstelle zeigen und sagen, ‚Gott, das verlange ich‘. Das ist die Haltung des verlorenen Sohnes. Er hat auf das Gesetz gezeigt und gefordert, was ihm zustand. Der Vater gab ihm darauf hin den Segen. Doch denke nach: Der verlorenen Sohn nahm den Segen aus der H a n d seines Vaters und finanzierte damit die Reise weg vom A n g e s i c h t seines Vaters!! Was, wenn er einfach gesagt hätte: ‘Ich will nur dich, Vater.‘ Wie zum älteren Sohn, hätte der Vater auch zu ihm gesagt, ‚alles, was mir gehört, gehört auch dir!‘

Du kannst in der Intimität mit dem Heiligen Geist einen Ort erreichen, wo du nicht einmal mehr deine Bitten formulieren musst. Die Bibel sagt, unser Himmlischer Vater weiss, was wir bedürfen, bevor wir ihn darum bitten.
Würden wir bei unserer Suche nach Gott doch noch viel mehr nach Ihm selbst, als nach dem Königreich trachten! Wir wären erstaunt, was der König dann tun würde!!

Ester hatte drei Begegnungen mit dem König. Ihr Wunsch war immer nur: ‚Lass uns Zeit miteinander haben. Komm mit mir zum Abendessen‘.

Sie konnte sich so auf den König konzentrieren, dass ihr Todfeind Haman, der am selben Tisch sass, sie überhaupt nicht störte. Das gibt dem Vers aus Ps. 23 „... einen Tisch bereitet im Angesicht unserer Feinde...“ nochmals eine ganz neue Dimension.

Wenn du lernen kannst, Gott anzubeten, wenn der Feind am selben Tisch sitzt; wenn du lernen kannst, dich so auf den König zu konzentrieren, obwohl der Feind gerade daneben sitzt; wenn du lernen kannst, Gott anzubeten, während du gegen Krebs anzukämpfen hast; wenn du lernen kannst, Gott anzubeten, wenn die Umstände in deinem Leben auf dem Kopf stehen; wenn du lernen kannst, dich so auf den König zu konzentrieren, dass der Teufel am selben Tisch essen könnte, wenn du lernen kannst, dass du so auf den König fixiert bist, dass deine Aufmerksamkeit nicht abgelenkt werden kann, dann kannst du an den Punkt kommen, wo der König sagt, „jetzt, Ester, sag mir, was du wirklich willst! Ich gebe dir, was immer du wünschst“ Und du kannst dem König in die Augen schauen und sagen: „das ist das Problem.“

Ester hat auf Haman, der am selbe Tisch sass, gezeigt und gesagt: „Er ist das Problem!“ Wie war sie nur mutig genug, so etwas zu tun? Die intime Beziehung, die sie mit dem König hatte, machte sie fähig dazu.

Vielleicht befindest du dich in einer schwierigen Situation. Du weisst nicht, wie du dich verhalten sollst. Du bringst seit langem immer wieder deine Bitten vor. Dann lerne von Ester, wie du deine Position verbessern kannst. Bringe dich in eine intime Beziehung mit dem König, so dass du in sein Ohr flüstern kannst.

Die Bibel sagt, dass wir mit Danksagung durch seine Tore eingehen und mit Lobpreis und Jauchzen in seine Vorhöfe (Ps. 100). Es gibt aber weitere Räume im Königspalast: die inneren Gemächer. Dort flüstert die Königin in seine Ohren und das ganze Königreich bewegt sich!

Du kannst draussen im Vorhof stehen und deine Bitten von dort aus zum Schloss brüllen.

Du kannst auch ganz formell im Gerichtssaal stehen und deine Anliegen vorbringen, indem du auf Gesetzesartikel verweist.

Oder du kannst in die inneren Gemächer gehen, dort brauchst du nur zu flüstern und das ganze Reich bewegt sich.

Es hängt davon ab, ob du das Protokoll gelernt hast, ob du gelernt hast, wie man sich in SEINER Gegenwart verhält.

Anbetung ist ein Prozess. Lasst uns lernen mit der Gegenwart Gottes umzugehen.

Lasst uns Fürbitter sein, die Zeit mit dem König verbringen um seiner selbst willen!

(Audio erhältlich: Gebetskonferenz 10.10.00, Tommy Tenney ’Das göttliche Hofprotokoll’)

ArtikelDownloaden

Alle Rechte vorbehalten nach dem Gesetz für internationales Copyright. Sämtliche Texte und Bilder auf dieser Webseite und deren Unterseiten dürfen weder im Ganzen noch auszugsweise ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung vom Revival Training Center in Altstätten und/oder der entsprechenden Verfasser in irgend einer Form reproduziert oder veröffentlicht werden.