|
|
Weißt Du, dass Gott hier auf dieser
Erde einen Ort sucht, wo er wohnen kann?
Jesus ist in sein Eigentum gekommen, aber die Seinen nahmen ihn nicht
auf. (Joh.1,11) Schon für seine Geburt wurde kein Raum in der Herberge
gefunden. (Luk.2,7) Die Jünger des Johannes fragten ihn: ‚Meister -,
wo wohnst du?' In Mt. 8,20 hören wir ihn sagen: ‚Die Füchse haben
Gruben, und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der
Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege.' Jesus war ganz klar
ein Ausgestossener und Heimatloser auf dieser Erde.
Unsere Gemeinde Rechobot (weiter Raum) ist auf die Frage Gottes hin
entstanden: Jes. 66,1 ‚Wo ist das Haus, das ihr mir bauen könnt, oder
welches ist die Stätte meiner Ruhe?' Wir wollen Gott so einen Raum
bereiten. Unser Anliegen ist es, dass er kommen und unter uns wohnen
kann. Er soll sich bei uns auch so richtig wohlfühlen können. Genau das
war Gottes Wunsch schon von Anfang an. 3.Mo.26,11/2.Kor.6,16 ‚Ich will
unter ihnen wohnen und wandeln und will ihr Gott sein und sie sollen mein
Volk sein.'
Ich will euch heute aber von einem Haus berichten, in dem Jesus während
seiner Zeit auf Erden sehr oft verweilt hat. Es scheint, dass dies wohl
sein Lieblingshaus gewesen ist. Wann immer Jesus nur in der Nähe dieses
Hauses war, stellte er sicher, dass er dort vorbeiging - sogar nach
seinem Hosanna-Empfang in Jerusalem. Da heisst es in Mt. 21,17: ‚Und er
ließ sie stehen und ging zur Stadt hinaus nach Betanien und blieb dort
über Nacht.' Lasst es uns etwas genauer anschauen, weshalb es ihm dort so
gefiel. Es war das Haus von, Martha, Maria und Lazarus.
Das grosse Geheimnis liegt im Duo von Maria und Martha. In
vielen Predigten wird die Maria hervorgehoben. Wir wollen nun die Martha
etwas mehr betonen. Beim Betrachten der zwei Persönlichkeiten sehen wir
bei der Maria eine leidenschaftliche Anbeterin, die sich Jesus völlig
hingibt und zu seinen Füssen sitzt. Martha steht für's Dienen. Sie sah
die Bedürfnisse und wusste diese auch zu stillen. Es ist nicht richtig,
dass Martha bei unserem Predigen immer so schlecht abschneidet. Es stimmt
nicht, dass Jesus nur die Maria geliebt hat. Hier der Beweis: Joh. 11,5 ‚Jesus
aber hatte Marta lieb und ihre Schwester und Lazarus.' (Die Maria ist
übrigens diejenige, die hier nicht mal mit Namen erwähnt wird.) Ohne die
Martha wär's übrigens auch gar nicht zur Begegnung mit Maria und Jesus
gekommen. Martha war nämlich diejenige, die ihn eingeladen hat: Lk.
10,38-42 ‚Als sie aber weiterzogen, kam er in ein Dorf. Da war eine Frau
mit Namen Marta, die nahm ihn auf. Und sie hatte eine Schwester, die hieß
Maria …' Auch bei einem nächsten Besuch war Martha die aktivere: Joh.
11,20 ‚Als Marta nun hörte, dass Jesus kommt, geht sie ihm entgegen;
Maria aber blieb daheim sitzen.' Wir brauchen solche Leute, die
hinausgehen und etwas tun. Wir können nicht immer nur sitzen und
uns von der Liebe Gottes verwöhnen lassen.
Wir sind eine eher Maria geprägte Gemeinde. Es ist nötig zu Füssen von
Jesus zu sein. Es steht Maria hat einen guten Teil gewählt. Wir wollen
diesen Teil behalten. Wichtig ist aber, dass beide Teile ausgeglichen
vorhanden sind. Wir wollen uns noch mehr ausstrecken nach den Menschen
und ihren Bedürfnissen. Wir dienen Gott nicht nur in unserer Anbetung
sondern auch ganz praktisch mit unseren Händen, Füssen und unserem Mund.
Matth.25,35-36 ‚Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mir zu essen
gegeben. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir zu trinken gegeben.
Ich bin ein Fremder gewesen, und ihr habt mich aufgenommen. Ich bin nackt
gewesen, und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen, und ihr habt
mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen, und ihr seid zu mir
gekommen.'
Wir dienen unserem Gott im Geist, indem wir ihn anbeten. Auch mit Seele
und Leib sollen wir ihm dienen; mit unserem ganzen Lebenswandel. Wir
wollen darauf schauen was den Anderen dient. Von uns wegschauen, unsere
Geschwister und die Verlorenen höher achten als uns selbst. Wir gefallen
Gott nicht mit unseren eigenen Werken. Wo wir seine Liebe erfasst haben,
gespürt haben was ihm auf dem Herzen brennt und ihm dann aus dieser
Motivation heraus dienen, da liebt Gott unsere Taten. In Matth. 25.40
steht klar: ‚Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten
Brüdern, das habt ihr mir getan.' Wir dienen also Gott auch auf diese
Weise. Du sollst Gott lieben, von ganzem Herzen, von ganzer Seele, mit
ganzer Kraft und deinen Nächsten wie dich selbst. Das gehört zusammen
und ist nicht trennbar. Du kannst Gott nicht lieben, wenn du deinen
Bruder hasst. Wir denken wir müssen uns ausstrecken nach Gott um
Durchbrüche zu erleben, Erweckung zu erhalten und vergessen dabei die
ganz kleinen Dinge. Wir müssen treu sein im Kleinen. Mein Lebensstil
bewirkt ganz viel. Jak.2.14-17 ‚Was hilft's, liebe Brüder, wenn jemand
sagt, er habe Glauben, und hat doch keine Werke? Kann denn der Glaube ihn
selig machen? Wenn ein Bruder oder eine Schwester Mangel hätte an
Kleidung und an der täglichen Nahrung und jemand unter euch spräche zu
ihnen: Geht hin in Frieden, wärmt euch und sättigt euch!, ihr gäbet Ihnen
aber nicht was der Leib nötig hat- was könnte ihnen das helfen? So ist
auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber.' Dein
Glaube muss auch Früchte tragen und sich gerade auch in den Beziehungen
zeigen. Wir müssen lieben wie Jesus geliebt hat. Jesus hat uns zuerst
geliebt, deshalb können wir unseren Nächsten, unsere Nachbarn mit seiner
Liebe lieben. Und das in Tat und Wahrheit, wie es das Wort sagt. Eine
sichtbare, spürbare Liebe soll unser Erkennungszeichen sein. Es ist
wichtig, dass wir erkennen wie sehr uns Jesus geliebt hat. Da erwartet
Gott, dass diese Liebe weiterfliessen kann. Diese Liebe muss Hände und
Füsse bekommen.
Maria und Martha gehören also unbedingt zusammen. Wo die unter dem selben
Dach wohnen, wird die Gegenwart Gottes angezogen. Dadurch wird eine
grosse Kraft und Leben freigesetzt (Auferweckung des Lazarus)
Die Pfingstkonferenz wird übrigens genau dieses Thema aufgreifen: Passion
and Compassion. Wo diese beiden Dinge zusammenkommen fühlt sich der
Herr wirklich wohl. Das ist so eine explosive Mischung! Im Gespräch mit
Bart Pierce konnte ich deutlich erkennen, dass genau das der Schlüssel
für die gewaltige Heimsuchung Gottes in ihrer Gemeinde und Stadt in
Baltimore ist. Sie erreichen ihre Stadt, weil sie sich um die Armen
kümmern. Dadurch haben sie ansehen und Einfluss erlangt, Die Erweckung
geschieht nicht innerhalb der Kirchenmauern. Das geschieht, wenn Marias
und Marthas zusammenkommen. Wenn wir uns ausstrecken nach Gott, nach mehr
von ihm, aber uns auch aktiv ausstrecken nach den Bedürftigen, den
Verlorenen. Das schafft den richtigen Boden, dass Gott kommen und
wirken kann. Da kann er sich niederlassen und wohnen. Wenn wir Gott
lieben, lieben wir was er liebt. Er liebt die Verlorenen, und er freut
sich riesig über jeden Menschen der gerettet wird. Um Menschen für Jesus
zu gewinnen, müssen wir auch mal aus unserer Komfortzone raus und es uns
nicht genügen lassen nur zu seinen Füssen zu liegen. Genau bei diesem
Dienen wird auch eine Freude freigesetzt. Wir sind nicht nur hier um uns
bedienen zu lassen, sondern in erster Linie um ihm zu dienen. Wenn wir
ihn lieben, sollen wir auch tun was sein Wille ist. Micha 6.8 bringt's
auf den Punkt: ‚Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr
von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig
sein vor Gott.' Da kann Gottes Herrlichkeit kommen.
Bist Du bereit, dein Herz, aber auch deine Hände, Füsse und deinen Mund
ihm ganz hizugeben?
Erhältlich als Kas. (Maria &Martha 11.1.03 von Tom Gegenschatz)
|
|