Luk.10.2-9 “Die Ernte ist gross, der Arbeiter aber sind wenige ... Geht hin; ich sende euch wie Lämmer mitten unter die Wölfe. ... Wenn ihr in ein Haus kommt, sprecht zuerst: Friede sei diesem Hause! ... In demselben Haus aber bleibt, esst und trinkt, was man euch gibt. ... und heilt die Kranken, die dort sind und sprecht: Das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen. ...
In dieser Bibelstelle sehen wir ein ganz wichtiges Prinzip Wie Jesus damals seine Jünger ausgesandt hat, möchte er uns auch heute senden. Wie wir aus diesem Text erkennen, hat unser Auftrag mit viel mehr zu tun, als nur eine Lehre zu verbreiten und den Leuten Bibelsprüche um die Ohren zu schlagen. Es geht hier vielmehr darum, die Leute mit der Realität des Reiches Gottes bekannt zu machen. Jesus erwähnt nämlich hier das Predigen erst als letzten Punkt. Die biblische Reihenfolge ist diese:
1. Geht hin!
Schon hier scheitern viele Christen. Es fällt uns so schwer, unsere
Bequemlichkeit zu überwinden. Es ist halt so schön in der Gemeinschaft der
Heiligen. Doch wir müssen dahin gehen, wo die Sünder, die Verlorenen sind. Sie
werden nicht einfach so zu uns kommen. Wir müssen ihnen in ihrem eigenen Umfeld
begegnen, auch wenn das nicht so angenehm ist.
2. sprecht: Friede sei diesem Hause!
Verurteile und richte nicht, sondern segne, wünsche das Beste! Das Wort Friede
im Urtext der Bibel enthält noch viel mehr als unser deutsches Wort. Es
bedeutet soviel wie: Heil, Wohlbefinden, Wohlstand, Gesundheit, Ganzsein,...
Denk daran, unser Gott ist der Gott des Friedens (Röm.16.20), wir verkündigen
das Evangelium des Friedens (Eph.6.15) und das Reich Gottes ist Friede
(Röm.14.17). Wo immer wir im Gebet dieses “Shalom” segnend aussprechen, wird
die Atmosphäre des Reiches Gottes über die Menschen kommen. Deshalb hüte dich
davor, Menschen wegen ihrer Sünde abzulehnen, zu verachten und zu richten.
Fluche nicht, segne, sonst wird dir niemand die freimachende Botschaft des
Evangeliums abnehmen.
Selig sind die Friedfertigen, denn sie werden Gottes Kinder heissen. (Mat.5.9)
3. esst und trinkt!
Beweise es deinen Mitmenschen mit deinem Leben, dass da ein Gott ist, der sie
liebt und echt an ihnen interessiert ist. Menschen sind keine Bekehrungsobjekte.
Jeder Mensch ist von Gott geschaffen und deshalb unendlich wertvoll. In jeden
hat Gott wunderbare Dinge hineingelegt,auch wenn es oft hinter einer dicken
Fassade verborgen ist. Jesus kannte den Wert des Menschen und war deshalb ein
Freund der Zöllner und Sünder, was ihm oft vorgeworfen wurde. Seine Antwort
war: (Mat.9.12) “Die Starken bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken.”
4. heilt die Kranken!
Wenn du Menschen näher kennenlernst, werden sie dir auch ihre Nöte anvertrauen.
Diene ihnen. Sei mutig und biete ihnen Gebet an. Damit gibst du Gott die
Gelegenheit sich selber ihnen zu offenbaren. Wenn sie eine Gebetserhöhrung
erlebt haben, werden sie das Evangelium gerne hören.
Petrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher! (Apg.3.6)
5. sprecht: Das Reich Gottes ist nahe hereigekommen
Halte nicht zurück und verkündige ihnen das ganze Evangelium. Sag ihnen, dass
sie Busse tun müssen für ihre Sünden. Lass sie wissen, dass Jesus für sie
gestorben ist, zur Vergebung ihrer Sünden, damit sie gerettet werden können.
Fordere sie auf, ihr leben Jesus zu übergeben und ihm nachzufolgen. Führe sie
hinein ins Reich Gottes. ...
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eigenen Sohn gab, damit alle die an ihn glauben nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. (Joh.3.16)